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Ankommen

So, eigentlich bin ich ja jetzt schon wieder zurück aus Paris, also angekommen zuhause, aber das mein ich natürlich nicht mit Ankommen. Schließlich möchte ich euch hier ja jeden Tag etwas über meine Lieblingsstadt Paris schreiben. Deshalb heißt Ankommen natürlich in Paris Ankommen - wer hätte das gedacht...

und angekommen sind wir in CDG, was für Charles-de-Gaulle steht (*wikimodusein* General und Politiker 1890-1970*wikimodusaus*) und tote Politiker werden nu mal gerne zu Namensgebern von Flughäfen u.ä. - dieses Mal war das Ticket bei Lufthansa am billigsten und die Ankunft war somit in Terminal 1. Is aber eigentlich egal wo man ankommt, denn überall wird man durch unübersehbare Beschilderungen zur Gepäckausgabe geleitet. Nach gerademal 10 Minuten war dann auch schon der Koffer da und es konnte losgehen Richtung Stadt. Flughafen guckstu hier: aeroports de Paris

Von den verschiedenen Möglichkeiten in die Stadt zu kommen (von Terminal 2C-F gehts auch mit der Bahn, ab den anderen Terminals erst noch mit Buszubringer dorthin) gefällt mir am besten die Variante mit dem Roissybus, der an allen Terminals hält und direkt ins Stadtzentrum fährt, aber dazu morgen mehr.

Heute noch mein selbstgebasteltes I-love-Paris-Bild:

5.4.07 18:00, kommentieren

Roissybus

Warum also Roissybus um in die Stadt zu kommen? Ganz einfach - weil es einfach ist - so einfach, dass man es auch schafft, wenn man zuhause mitten in der Nacht aufgebrochen ist, um den Frühflug nach Paris pünktlich zu erreichen und beim Eintreffen in Paris dann doch noch etwas verschlafen und orientierungslos durch die Gegend torkelt . Ab Gepäckband ist nämlich der Weg zum Ausgang beschildert und am Ausgang steht dann auch schon groß Roissybus... Auf der gegenüberliegenden Seite der Straße findet sich dann nicht nur die Haltestelle, sondern auch ein Schalterhäuschen, in dem man sich die Tickets kaufen kann (was auch beim Busfahrer geht, aber am Schalter kann man seinen ersten französichen Satz am frühen Morgen erst mal in Ruhe sortieren...). Erfreulicher Weise muß man nicht mal wissen, wo's hingeht, denn der Roissybus fährt vom Flughafen direkt ins Zentrum zur Opéra und eben auch nur dorthin. Also kein Mißverständnis was das Fahrtziel angeht und keine Chance den richtigen Halt zu verpennen - einfach eben. Kosten tut's € 8,50 einfach pro Person und die Busse fahren zu normalen Tageszeiten im 15 Minuten Abstand. Die Fahrtdauer ist mit 45-60 Minuten angegeben, wir waren diesmal ne Runde schneller und schon nach knapp 40 Minuten am Ziel. Vom Flughafen gehts Richtung Périphérique (Nord), dem äußeren Schnellstraßenring rund um Paris und dabei kommt man im Stadtteil St. Denis am Stade de France vorbei (Fußballstadion mit 80.000 Plätzen, für die WM 98 neu erbaut). Ist die Périphérique erreicht, sieht man auch schon das nächste Wahrzeichen Paris' vor sich - Sacre Coeur auf dem Montmartre Hügel ist fast schon zum Greifen nah. Und schon geht's Richtung Zentrum - die Fahrtstrecke variiert ein wenig nach Verkehrsaufkommen - schließlich am Gare St.-Lazare vorbei und weiter zur Haltestelle in der Rue Scribe auf der westlichen Seite der Opéra und übrigens direkt vor dem Office de Tourisme . Für das Weiterkommen gibt's ab hier für mich nur eine Wahl: Le Métro !!! Und dazu morgen dann mehr...

6.4.07 21:38, kommentieren

Le Métro (Teil 1)

Zuerst mal die Fortsetzung zu gestern: Von der Haltestelle des Roissybus geht man Richtung Süden an der Oper entlang (die also dann links von einem liegt) durch die Rue Auber zum Place de l’Opéra. Mitten auf dem Platz – also gegenüber des Haupteingangs der Oper – führen die Treppen hinunter zur Metrostation Opéra. Hier treffen 3 Metrolinien aufeinander (3,7 und 8 – die Haltestelle der Linie 8 ist allerdings momentan wegen Renovierungsarbeiten geschlossen), somit beste Voraussetzungen um von hier aus weiterzukommen. Eine alternative Haltestelle ist noch die Station Chausée d’ Antin nordöstlich der Oper am Boulevard Haussmann, wo die Linie 9 hält. So oder so sollte man von einer dieser beiden Stationen normalerweise mit maximal 1 mal umsteigen ans eigentliche Ziel gelangen. Was das kostet und mehr zu Le Métro natürlich morgen.

PS: Die Metrostationen werden gerade alle renoviert und erstrahlen teilweise schon in neuem Glanz – jede einzelne individuell gestaltet und absolut sehenswert

7.4.07 12:26, kommentieren

Le Métro (Teil 2)

Eine günstige Möglichkeit zum Metro-Fahren ist das Carnet (un carnet s’il vous plaît). Das sind 10 Einzelfahrscheine zum Preis von € 10.90 und damit deutlich billiger als 10 mal einzeln gekauft. Das Carnet ist nicht personenbezogen, d.h. wenn man zu zweit reist kann man 1 Carnet gemeinsam für 5 Fahrten nutzen. 1 Fahrt beginnt dabei mit dem Betreten der Metrostation und dem Entwerten des Fahrscheins am Zugang (ohne Fahrschein kommt man gar nicht erst rein) und endet mit dem Verlassen der Metro an der Zielstation. Umsteigen kann man so oft man will – wem langweilig ist der kann also theoretisch mit 1 Fahrschein den lieben langen Tag kreuz und quer durch Paris fahren – erst wenn man eine Metrostation verlassen hat braucht man für die nächste Fahrt wieder einen neuen Fahrschein – auch wieder einfach oder? Das Carnet gibt's an allen Metrostationen mit Verkaufsschalter (was die meisten haben) jedoch nicht im Bus.
So, heute ostermäßig etwas schreibfaul, deswegen: Fortsetzung folgt...

8.4.07 19:07, kommentieren

Le Métro (Teil 3 und gut is)

Für die Metro braucht man definitiv keinen Fahrplan. Die meisten Linien fahren zu den normalen Tageszeiten im 3-Minuten-Abstand, also kein großes Warten bis die nächste Bahn kommt, auch beim Umsteigen nicht. In jeder Station hängt am Eingang zudem die Streckenübersicht der Pariser Metro (auch noch mal auf dem Bahnsteig und in den Zügen) und auch in jedem Zug sind alle Stationen der Linie mit Anschlussmöglichkeiten noch mal abgebildet. Also auch ohne Plan dabei zu haben kommt man problemlos ans Ziel. Wer sich vorab schon mal einen Überblick verschaffen will und damit man die blog-Einträge Le Métro Teil 1-3 auch optisch besser einordnen kann, guckstu hier:

metroplan

Soviel mal zur Metro. Alternative Fahrscheinvarianten (Paris Visite, Wochenkarte – nicht so wichtig fürs Zentrum bzw. eine Kurzreise) später mal...

PS: Die Einzelfahrscheine der Metro gelten auch in den Bussen (auch beim Einsteigen entwerten).

9.4.07 13:23, kommentieren

Unterkünfte

Hmmmm, um in der Reihenfolge zu bleiben: Nach der Fahrt mit der Metro ab Opéra sollte man dann wohl im Hotel ankommen. Am besten vorab gebucht, auch wenn man das noch bei Ankunft am Flughafen machen könnte. Empfehlungen für bestimmte Hotels möchte ich jetzt mal noch nicht geben, erst mal einen Überblick zur Orientierung. Generell gilt: Je zentraler die Hotels (zu Sehenswürdigkeiten) liegen, umso teurer sind sie. Dabei wird vor allem im Mittelklassebereich die Qualität mit dem Preis aber nicht besser, sondern leider eher im Gegenteil... und die Zimmergröße entwickelt sich auch umgekehrt proportional zum Preis L Gute 2-Sterne-Hotels gibt’s vereinzelt zu angemessenen Preise in schöner Lage auch zentral (später mehr), 3-Sterne-Hotels sollte man besser in Randlage mit Metrostation in der Nähe wählen. Und ab 4-Sterne hat man in Paris ein Preisniveau erreicht bei dem gilt man möge sich den Preis leisten, den man für Ausstattung und Lage angemessen hält – unter low budget fällt das sicher nicht mehr. Empfehlungen dann mal später (oder ihr schreibt eure in den Kommentar zu meinem blog *winkewinkemitdemzaunpfahl* ). Jetzt (also morgen) aber mal zum eigentlich Wichtigen: Die Sehenswürdigkeiten.

12.4.07 09:46, kommentieren

La Tour Eiffel

*wikimodusein* 1889 anlässlich der Weltausstellung und Hundertjahrfeier der Französischen Revolution errichtet, ist 320 m hoch, besteht aus 18.000 Einzelteilen, die mit 2,5 Mio. Nieten zusammengefügt wurden und war NUR ALS PROVISORIUM FÜR EINE DAUER VON 20 JAHREN GEPLANT *wikimodusaus*

Zum Glück kommts erstens manchmal anders als man zweitens denkt bzw. als geplant ist. Und dank seiner Eignung als Sendemast steht er immer noch der Eiffelturm und ist wohl die bekannteste Sehenswürdigkeit von Paris. Für eine angemessen huldvolle Annäherung empfehle ich die Anreise über die Metrostation Trocadéro. Dann vom Palais de Chaillot würdevoll die Treppen Richtung Tour Eiffel hinunterschreiten (zwischendurch immer schön Fotos machen) und dann is das Ding irgendwann so groß, dass es nich mehr in den Sucher der Kamera passt. Und spätestens wenn man direkt davor oder darunter steht, setzt die Bewunderung ein *wowisdasriesig*. Aktuelle Eintrittspreise und Öffnungszeiten unter www.tour-eiffel.fr/

PS: Leider sind die Schlangen vor den Eingängen vor allem im Sommer so lang wie der Turm hoch ist – da ist Geduld oder Frühaufstehen angebracht. Eine Alternative für Bilder von Paris aus luftiger Höhe sind die Stufen von Sacre Coeur und La Tour Maine-Montparnasse (folgt später noch).

13.4.07 20:04, kommentieren